Nicht selten passiert es, dass Unternehmen kollektive Inhalte von Nutzern ohne Erlaubnis an Drittanbieter für Werbemittel verkaufen, ohne, dass die Nutzer als Urheber dieser Inhalte einen Teil der Einnahmen erhalten oder gar davon wissen. Eine solche Methode wurde zuletzt bei Unternehmen wie Meta, Betreiber von WhatsApp und Facebook, kritisiert, da Medien wie Bilder und Videos biometrische Daten enthalten, die wiederum datenschutzrechtlich geschützt sind.
Zuletzt geriet hier Anbieter der Videosoftware CapCut in den Fokus, in dessen neuen Terms of Service verdeutlicht wird, dass Nutzerinhalte, die in diesem Dienst auf den Server hochgeladen werden, an Partner und Drittanbieter zur vollständigen Nutzung und Variation zur Verfügung gestellt werden.
Hinter „Terms of Service“ bzw. AGBs verstecken sich häufig Klauseln, die von Benutzern überlesen oder ignoriert, aber dennoch akzeptiert werden. Dabei stell in vielen Situationen die Nutzung der Software bereits das Akzeptieren dieser Bedingungen dar.
Um böse Überraschungen für die eigenen oder Unternehmens zu vermeiden, befolgen Sie am besten folgende Best Practictes
- Lesen Sie die AGB immer genau durch und akzeptieren Sie keine Neuerungen, ohne sie vorher gelesen zu haben
- Lesen Sie die AGB durch, BEVOR Sie den Dienst nutzen
- Löschen Sie Ihren Account und deinstallieren Sie die Software, sobald Sie mit neuen AGBs nicht (mehr) einverstanden sind.
- Fordern Sie das Unternehmen hinter dem Dienst zur ausnahmslosen Löschung aller durch Sie gespeicherten Daten auf.
- Machen Sie jederzeit von Ihren Rechten nach der DSGVO Gebrauch, vor allem auf:
- Recht auf Auskunft
- Recht auf Löschung
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Datenschutzgesetze und Unternehmen